VILLA HILDA
- Meran
- 2024
- Wohnbau
Villa Hilda – Jahrgang 1930, neu interpretiert
Villa Hilda, eine historische Residenz aus dem Jahr 1930, wurde behutsam saniert: Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes blieb respektvoll erhalten, während die Innenraumaufteilung einem zeitgemäßen Wohnkonzept weicht.
Im Außenbereich beginnt der Eingriff mit der Absenkung des Geländes an der Südseite. Dadurch tritt das bislang teilweise verborgene untere Geschoss hervor, das Bauvolumen streckt sich, und die Villa gewinnt ihre ursprünglichen Proportionen und ihr harmonisches Erscheinungsbild zurück. Neue, raumhohe Öffnungen im Untergeschoss – symmetrisch zu den bestehenden angeordnet – lassen zusätzliches Licht bis ins Erdgeschoss fallen.
Im Inneren entsteht eine klare räumliche Dramaturgie: intime, komfortable Schlafbereiche auf der einen Seite, ein weitläufiger, elegant miteinander verbundener Wohnbereich auf der anderen. Die Materialwahl unterstreicht dieses Konzept – Holz prägt die privaten Räume, während Terrazzo und Sichtbeton den Gemeinschaftsbereichen Charakter und Qualität verleihen. Ein durchgängiges Grün in Möbeln und Textilien schlägt die Brücke zur Natur und zum historischen Park, der die Residenz umgibt. Die restaurierten Fassaden erstrahlen wieder in ihrer ursprünglichen, natürlichen Farbgebung.
Ergänzende Bauteile wie die freistehende Wendeltreppe und die Dependance treten mit klaren, eigenständigen geometrischen Formen in Dialog mit dem Bestand.


